Computer

Schule

Durch den Informatikunterricht in der Oberstufe entdeckte ich Programmieren als mein neues Hobby. Der Unterricht bestand damals in Programmieren von Basic Programmen auf Commodore CBM3032 und CMB4032 Maschinen.

Auch wenn man heute über Computer mit 32KB Ram nur noch lächeln kann und viele mit dem Brustton der Überzeugung behaupten, dass BASIC die schlechteste Programmiersprache überhaupt darstellt, so bekommt man mit BASIC einen spielerichen Zugang zum Thema Programmieren.

Schließlich habe ich jede freie Stunde am Computer in der Schulbibliothek verbracht. Der Computer ermöglichte mir einen anschaulichen Zugang zur Mathematik. Wenn man mal eine For-Schleife programmiert hat, dann wird einem ganz schnell klar, was sich hinter Folgen, Reihen oder Integralen verbirgt. Einen Eindruck davon wie damalige Spiel aussahen kann man mit Mondlander, einem Computer Spiel welches ich in Javascript implementiert habe, bekommen.

C64

Schnell war ein C64 gekauft. Und zusammen mit meinem damaligen Schulfreund Tom wurden Programme geschrieben.

Vor einiger Zeit entdeckte ich dass ein paar alte C64 Programme die ich geschrieben habe noch immer in Archiven des Internets vorhanden sind.

HOEHLE MOONBASE64
HOEHLE MOONBASE64
Wir versuchten damal Spiele zu schreiben, was mit dem C64 auch recht einfach ist. Selbst wenn das C64 Basic und der 6502 Assembler Dialekt heute sehr kark und unbefridigend wirken so konnte man mit diesen Mitteln an den damaligen Systemen viel erreichen. Schnell kannte man die Bedeutung jedes Bits im Computer um Systemschnittszellen hat man dagegen oft einen großen Bogen gemacht.

Amiga

Mit dem Amiga änderte sich alles. Das Amiga Basic ist für Spiele ziemlich ungeeignet. Es war auch nicht mehr möglich einfach so ein paar Bytes im Speicher abzulgen und diese als Maschinenprogramm ausführen zu lassen. Der C64 hat feste Speicheradressen über die man an alles im System rankommt, der Amiga ist anders. Bei diesem Rechner geht nichts ohne Systemschnittstellen, der Amiga ist ein eine echtes Multitasking System mit grapischer Benutzer Schnittstelle. Es gab viele Spieleprogrammierer die ihre Spiele ohne Rücksicht auf das System schrieben. Deren Spiele liefen nach Systemerweiterungen oder -updates nicht mehr.

Ist der Anfang des Berufs das Ende des Hobbies ?

Damals fing ich an Informatik zu studieren, ich und mein Schulfreund waren an verschiedenen Fachhochschulen und ich habe auch sonst keinen Zeit mehr für private Programmierprojekte gefunden. Alleine macht es aber keinen Spaß und durch Studium und Beruf hatte man auch genug mit Computern zu tun. Aus unserer Carriere als Spieleprogrammierer wurde leider nichts

Und heute

Wer heute Entwickler ist, der muss andauernd dazulernen. Alle Drei Jahre wird eine neue Sau durchs Dorf gejagt. Alte Schwerpunkte, auf deren Beherrschung man stolz war, gelten plötzlich als unwichtig oder nebensächlich.

Man kann dem ganzen nur noch durch Weiterbildung begegnen. Auch wenn man seine Entwicklungen aus Mangel an besseren Compilern oder Gründen nur in 'C' und nicht in 'C++' macht, muss man 'C++' lernen.
Man muss sich mit TCP/IP und Socket Programmierung, Linux, HTML, JavaScript und Java beschäftigen. Oft kann man diese Kenntnisse nicht im Beruf erwerben.

Der Computer ist noch immer mein Hobby

Und wäre der Computer nicht mein Hobby, dann könnte ich nicht so viel private Zeit in den Computer investieren.